20. April 2016 KV und Ratsfraktion

PM: Entsetzen über Todesdrohung gegen Flüchtlingshelfer in Gräfrath

DIE LINKE ist entsetzt über die Drohungen gegen den Flüchtlingshelfer Reinhard Burski in Gräfrath. Die Initiative Gräfrath hilft und Herr Reinhard Burski haben unsere volle Solidarität. Sein Rückzug von der ehrenamtlichen Arbeit ist nachvollziehbar, vor allem mit Rücksicht auf seine Familie. Wir sind traurig und wütend, was Menschen in Solingen erleben müssen, die sich für zu uns kommende Menschen praktisch einsetzen.

Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang an die neonazistischen Schmierereien an einer Flüchtlingsunterkunft im letzten Jahr. Und in den Sozialen Medien zeigt sich auch auf Solinger Seiten ein kaum versteckter Hass. Die Todesdrohung gegen Herrn Reinhard Burski ist offenbar kein Einzelfall sondern lediglich der traurige Höhepunkt einer sich immer enthemmter zeigenden rohen Bürgerlichkeit.

Wer sich für geflüchtete Menschen einsetzt, sich im Sinne sozialistischer Solidarität oder christlicher Nächstenliebe für ein humanes Bleiberecht einsetzt, riskiert nicht nur, mit Drohungen konfrontiert zu werden. Auch von Polizei und Staatsschutz werden Aktivistinnen und Aktivisten bedrängt, die friedlich protestieren und weiterhin „Refugees Welcome“ einfordern.

 

Das Problem sind nicht die Flüchtlinge.

Das Problem sind nicht die Flüchtlingshelfer.

Solingen hat ein Problem und das heißt völkischer Rassismus!