26. April 2016 Ratsfraktion

PM: Kein Werben fürs Sterben in Solingen - LINKE stellt Anfrage zur Bundeswehr-Werbung

Seit einiger Zeit wirbt die Bundeswehr auch in Solingen massiv mit einer neuen Imagekampagne, um neue Soldatinnen und Soldaten anzuwerben. Angesprochen werden dabei auch gezielt Menschen ab 17 Jahren, also Minderjährige. Eine Anfrage der LINKEN Fraktion im Bundestag ergab, dass im Jahr 2015 über 1500 Bundeswehr- Soldatinnen und -Soldaten das 18.Lebensjahr noch nicht vollendet hatten.

Dies widerspricht eklatant einer Empfehlung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes, der ein Mindestalter von 18 Jahren fordert.

DIE LINKE Fraktion stellt sich klar gegen ein Werben fürs Sterben und gegen die Ansprache von Jugendlichen durch die Bundeswehr. Daher hat DIE LINKE Fraktion als ersten Schritt eine Anfrage an den Rat, den Haupt- und Personalausschuss, den Sozialausschuss, den Jugendhilfeausschuss sowie den Schulausschuss gestellt. Hierzu Alexandra Mehdi, Vertreterin der LINKEN im Jugendhilfeausschuss:

„Junge Menschen stehen nach ihrer Schulzeit vor vielen Fragen: Ausbildung oder Studium? Welchen Beruf soll ich erlernen und wieviel werde ich dann verdienen? Hier positioniert sich auch die Bundeswehr als Gute Arbeitgeberin mit Perspektiven. Von Tod und Töten ist hierbei höchstens am Rande die Rede. Vor dem Hintergrund eines zunehmend entsicherten Sozialstaates und weit verbreiteten prekären Beschäftigungsformen handelt die Politik hier hochgradig zynisch: erst sichere Jobperspektiven, die zum Leben reichen, zerstören und dann die jungen Menschen als Kanonenfutter für deutsches Großmachtstreben rekrutieren – hier werden wir entschieden Widerstand leisten!“

DIE LINKE bleibt antimilitaristisch und stellt sich dem Werben fürs Sterben der Bundeswehr konsequent entgegen!