„Das nach der Fahrplanänderung entstandene Chaos ist ein schwerer Rückschlag für alle Bemühungen, die Bürger zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen,“ so der Vorsitzende der LINKEN Gerd Schlupp und sein Stellvertreter Carsten Stoffel.
„Dabei darf jedoch nicht in Vergessenheit geraten, wer die politische Verantwortung für die Fahrplan- Ausdünnung trägt. Mit der Kürzung der ÖPNV-Mittel durch CDU/SPD sind die Stadtwerke gezwungen Einsparungen vorzunehmen. Eine finanzpolitische Fehlentscheidung der großen Koalition, die vor allem auf Kosten der kleinen Leute geht.,“ meinen Schlupp und Stoffel weiter.
„Der nach Bekunden der Stadtwerke „größte Fahrplanwechsel seit Jahren“ ist allerdings denkbar schlecht gemanagt worden. Die unzureichende Information der Fahrgäste und die offensichtliche eklatante Unkenntnis der Kundenbedürfnisse läßt fragen, wie es um die Sachkenntnis der Verantwortlichen bestellt ist. Deshalb muß auch die Rolle der Stadtwerkeführung bei dem Fahrplandesaster kritisch beleuchtet werden. Es wird höchste Zeit dass sich die Stadtwerkeleitung bei ihren Kunden entschuldigt! Darüber hinaus müssen die erforderlichen Nachbesserungen unverzüglich erfolgen. Es gibt keinen Grund mit der Vorlage des angekündigten Erfahrungsberichtes für den Verkehrsausschuss noch wochenlang zu warten. Es ist deshalb höchst verwunderlich, dass derzeit für die nächste Ausschusssitzung am 5.11. kein dementsprechender Tagesordnungspunkt vorgesehen ist.“
„Im übrigen sollten sich die SWS-Leitung sowie die zuständigen Fachpolitiker den bis heute noch nicht fortgeschriebenen (sic!!!) Nahverkehrsplan aus dem Jahr 97 noch einmal durchlesen. Im Kapitel „Marketing: Begleitende Maßnahmen zur Akzeptanz des ÖPNV“ finden sich viele Anregungen und Tips für ein kundenfreundliches Verhalten – so zum Beispiel die Einrichtung eines Fahrgastbeirates - , man muß sie nur realisieren!“