Die Verdachtsfälle auf Kindesmißhandlung und Vernachlässigung nehmen in Solingen zu. Dazu erklären die Vorsitzenden von DIE LINKE. Karina Ossendorff und Gerd Schlupp:
„Man ist ja mittlerweile leider daran gewöhnt, dass in Solingen vieles nur langsam vorangeht. Aber die schleppende Reaktion von Politik und Verwaltung auf die zunehmenden Fälle von Kindesmißhandlung und Vernachlässigung ist völlig inakzeptabel.
Der JHA hat sich bereits Ende 2006 mit diesem Thema beschäftigt. Heute, fast ein Jahr später git es immer noch kein Präventivkonzept, obwohl übertragbare Konzepte anderer Städte längst vorliegen. Auch nach der aktuellen Diskussion im JHA bleibt unklar wann eine Entscheidung fällt. Ein Schneckentempo, das Risiken birgt: Je später gehandelt wird, um so schwerwiegender die Folgen für die Betroffenen und um so höher die Folgekosten!
Mit Blick auf die anstehenden Haushaltsberatungen und den Rückzug des Sozialdezernenten sind weitere Verzögerungen zu befürchten. Die Entscheidungsunfähigkeit der Verantwortlichen darf jedoch nicht zu Lasten von Eltern und Kindern gehen!
Wir fordern den OB deshalb auf dafür zu sorgen, dass in der Verwaltung endlich mit Hochdruck an einem Konzept gearbeitet wird. Nachdem durch die Unterlassungen und Unterausstattungen im Jugendhilfebereich vor einigen Jahren die heutigen Probleme entstanden sind, muß dieses Konzept auch wieder eine bessere Ausstattung für die Hilfen für Familien und Kinder beinhalten.
Es ist höchste Zeit zu handeln!“