12. Dezember 2008 Karina Ossendorff, Gerd Schlupp

Weiter für Sozialticket einsetzen

Nach der bereits im Sommer erfolgten Fahrpreiserhöhung, müssen sich die ÖPNV Kunden nun erneut auf höhere Kosten einstellen.  Doch nicht nur das, auch die im CDU dominierten VRR Verwaltungsrat, mit knapper Mehrheit beschlossene Abschaffung des Großkundenrabattes, hat erhebliche Folgen.

"Beide Maßnahmen reduzieren die Attraktivität des ÖPNV, erklärt die Vorsitzende der Linkspartei Karina Ossendorff.
Die  notwendige Einführung eines Sozialtickets wird dadurch extrem erschwert. Für ALG 2 - Empfänger, Niedrigverdiener und Kleinrentner bleibt es nun vermutlich bei den hohen Normalpreisen. Zu Fuß gehen, oder zu Hause bleiben, eine bittere Situation für die betroffenen Menschen, findet Ossendorff.

Trotz der schlechten finanziellen Rahmenbedingungen darf das Thema Sozialticket in Solingen nicht einfach beerdigt werden, fordert LINKE  Vorsitzender Gerd Schlupp. Das der Zuspruch für ein Sozialticket riesig ist, hat sich in Köln und Dortmund eindrucksvoll bewiesen. In Essen setzt sich sogar der CDU - OB  für ein solches Ticket ein, während bei uns OB Haug primär mit seiner eigenen Zukunft beschäftigt ist.

Die Frage der Finanzierung eines Sozialtickets bedarf einer sorgfältigen Prüfung, meint Schlupp. So hat eine Studie des VRS deutlich darauf hingewiesen, dass die bisherigen Erfahrungen keinesfalls einfach auf andere Städte übertragen werden dürfen! Nun müssen endlich seriöse Modellrechnungen für Solingen auf den Tisch, um zu sehen was möglich ist und was nicht !"