17. Januar 2008 Karina Ossendorff.

DIE LINKE. steht hinter Verdi-Forderung

DIE LINKE. steht hinter Verdi-Forderung

 

 

„DIE LINKE. unterstützt die Verdi Forderungen bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst“ , so die Vorsitzende Karina Ossendorff.

 

„Seit Unterzeichnung des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst 2003, gab es in diesem Bereich keinerlei dauerhaft wirkenden Einkommenserhöhungen. Außerdem haben der Wegfall der Kinderzuschläge und die Einführung einer Niedriglohngruppe zu weiteren Einkommensverlusten geführt. Die Finanzsituation der Kommunen ist extrem schwierig, aber wie lange sollen die Arbeitnehmer noch für eine Entwicklung bestraft werden, die Sie nicht zu verantworten haben? Mit einer umfassenden Gemeindefinanzreform lassen sich die kommunalen Finanzen wieder auf eine solide Basis stellen.

 

Anstatt den Beschäftigten mit einem Stellenabbau zu drohen, der ohnehin bereits geplant ist, sollten sich die Arbeitgeber viel stärker als bisher für eine solche Reform einsetzten. Bei der Diskussion um Personalkosteneinsparungen wäre es angebracht, einmal einen Blick auf die obere Verwaltungsetage zu richten. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit bekommen Oberbürgermeister nach nur wenigen Dienstjahren eine Pension, von der andere Arbeitnehmer nur träumen können“ meint Ossendorff weiter.

 

„Bei den Tarifverhandlungen für das Krankenhauspersonal durch Verdi und Marburger Bund muss vor allem für die unteren Gehaltsgruppendeutlich mehr getan werden“ ergänzt Gerd Schlupp, Vorsitzender der Partei DIE LINKE.

 

„Chefärzte und Verwaltungsspitze verdienen bereits jetzt genug, Assistenzärzte und Pflegepersonal zu wenig. Wichtig ist natürlich auch eine vernünftige Arbeitszeitregelung. Sind die in der zurückliegenden Tarifrunde für Ärzte vereinbarten Dienstzeitregelungen am Städtischen Klinikum inzwischen umgesetzt worden, oder gibt es hier nach wie vor schwere Defizite? Da die bisherige politische Kontrolle durch den Klinikausschuss entfallen ist bleibt zu hoffen, das die Aufsichtsbehörde diesbezüglich nach wie vor ein wachsames Auge für das Klinikum hat!“

 

Schlupp zeigt sich auch alarmiert über die geplante Gründung einer Servicegesellschaft am Klinikum. „Offensichtlich beginnt nun eine Entwicklung vor der ich schon in meiner Zeit als Sprecher im Klinikausschuss für B90/Grüne gewarnt habe: Erst Rechtsformänderung, dann Auslagerungen dann Teilverkäufe und irgendwann der Totalverkauf. Dem Klinikpersonal stehen trotz Personalüberleitungsvertrag schwere Zeiten bevor!“