Zur „Antennenproblematik“ durch den Abriss des Karstadthochhauses erklärt Carsten Stoffel, stellvertretender Vorsitzender der Partei DIE LINKE. folgendes:
„ Wir begrüßen es, dass es durch den Wegfall des Karstadthochhauses keine weiteren Probleme bei der Feuerwehr gibt und mit dem Städtischen Klinikum ein adäquater Ersatzstandort gefunden ist. Allerdings halten wir eine mit der Polizei gemeinschaftlich genutzte Anlage für ein Problem. Sollte es durch Unwetterschäden zu einer Beeinträchtigung der Antennen kommen z.B. durch Blitzschlag oder Sturmschäden wären gleich zwei Behörden, die mit der Wahrung von Sicherheitsaufgaben betraut sind betroffen. Dies sollte bei der weiteren Planung berücksichtigt werden.“
Auch für die Mobilfunkbetreiber wird es eng so Stoffel. “Der Datenknoten auf dem Karstadthochhaus wird wohl nicht so schnell zu ersetzten sein, so dass wir befürchten, das es zu Schwierigkeiten mit dem Handyempfang kommen wird. Hinzu kommt, das die Mobilfunkantennen bisher in großer Höhe aufgestellt waren, was den Empfang begünstigt und die Senderleistung gering hält.“
Carsten Stoffel führt aus: „Ebenso wie die Feuerwehr oder die Mobilfunkbetreiber, sind auch die Funkamateure von dieser misslichen Situation betroffen. Der Amateurfunkdienst leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung, er ist auch in vielen Fällen wie z.B. bei dem verheerenden Erdbeben in China oder der Katastrophe in Birma das einzige Kommunikationsmittel zur Außenwelt. Wir fordern daher OB Haug auf sich mit den verantwortlichen Vertretern und der DFMG, Deutsche Funkturm GmbH in Verbindung zu setzten, um sich auch hier für eine Tragfähige Lösung zu engagieren. Auch eine vorübergehende Unterbringung auf Städtischen Gebäuden wie dem Klinikum darf kein Tabu sein. Eine Abklärung der Feldstärken und Abschattung nach unten ist hierfür jedoch Grundvoraussetzung. Sonst könnte es in Zukunft heißen: „Solingen - kein Anschluss unter dieser Nummer.“