20. November 2008 Karina Ossendorff, Gerd Schlupp

Stadtsparkasse: Vorstandsgehälter offen legen!

Neben den negativen Seiten des nun verabschiedeten neuen Sparkassengesetzes NRW, gibt es auch positive Aspekte. Künftig können Sparkassenvorstände durch Beschluss der Trägerversammlung - auch gegen Ihren Willen - zur Offenlegung Ihrer Gehälter gezwungen werden. Damit ist die Zeit  vorbei, Vorstandsgehälter quasi als "Bankgeheimnis" zu behandeln.

"Wir fordern das dies künftig auch in Solingen geschieht", so die beiden Vorsitzenden der LINKSPARTEI Karina Ossendorff und Gerd Schlupp. Das es sich dabei um erhebliche Summen handeln muss, zeigt ein Blick in andere Städte. Düsseldorf hat 2007 1,7 Mio Euro, Münster 1,8 Mio., Köln sogar 3,3 Mio. Euro an Gehaltsummen für die Vorstände gezahlt.

Auch für die Höhe der Pensionszahlungen muss künftig das Transparenzgebot gelten ! Weiter steht die Frage im Raum, ob noch andere Vergünstigungen wie zum Beispiel verbilligte Kreditgewährung bestehen .

Aber es geht nicht nur um den Vorstand der Sparkasse. Auch der Verwaltungsrat, dem unter Vorsitz von OB Haug, insgesamt zehn Politiker angehören, sollte einmal öffentlich darlegen, welche  Gelder für welche Leistungen bezogen werden. Das es sich im Vergleich zu den Vorstandsgehältern um vergleichsweise bescheidene Summen handelt, darf kein Grund sein, dieser Diskussion auszuweichen. Weiterhin stellt sich die Frage, inwieweit die derzeitigen Vertreter der Parteien im Verwaltungsrat, den durch das neue Gesetz  verschärft vorgeschriebenen fachlichen Anforderungen genügen ! 

"Wir hoffen, dass sich sowohl der Sparkassenvorstand, als auch die Verwaltungsratsmitglieder für den Weg der Offenheit entscheiden", meinen Ossendorff und Schlupp.