Politik muss nicht immer bierernst sein. Ab und zu sorgen Politiker aller Parteien - meist unfreiwillig - für Stoff zum schmunzeln. Diesmal hat Markus Preuß, OB Kandidat der BfS, diese Aufgabe übernommen. Im Stil eines Amtsinhabers äußert sich Preuß zu Jahresbeginn in einem Video -Grußwort an die Solinger. Manches wirkt noch etwas unbeholfen und technisch unperfekt, aber trotzdem, alle Achtung witzelt LINKE Vorsitzender Gerd Schlupp, welche Partei in Solingen leistet sich schon solch einen Aufwand? Selbst OB Haug begnügt sich mit einem eher altbackenen Grußwort in Schriftform. Ob Haug sich wohl traut gegen diesen dynamischen Gegenkandidaten anzutreten?
Das Lachen dürfte vielen Solingern, hier besonders den Mitarbeitern des städtischen Klinikums, allerdings schnell vergehen, wenn sie einen Blick ins Grundsatzprogramm der FBU tun. Man traut seinen Augen kaum. Bisher nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit und der politischen Konkurrenz, plädiert die FBU hier für einen rigorosen Privatisierungskurs! Dem Klinikum wird auf Dauer die Existenzfähigkeit abgesprochen, die GmbH -Lösung nur als Zwischenschritt gesehen, bevor die Anbindung an einen großen Krankenhauskonzern erfolgen soll. Sogar der Verkauf von Stadtwerken und Stadtsparkasse wird lediglich als zur Zeit nicht verhandelbar" bezeichnet. (Alles Zitate FBU Programm Seite 6). Damit läßt die FBU sogar die Privatisierungspartei Nr.eins, die FDP, weit hinter sich.
Auch unter den veröffentlichten Zielen der BfS finden sich pauschale Privatisierungsforderungen! Wir werden - besonders die FBU - bei der Verbreitung ihrer Ziele in den nächsten Monaten kräftig unterstützen so Schlupp spöttisch, und den Bürgern sagen welche Absichten FBU und BfS verfolgen.