19. Juli 2009 Gerd Schlupp

Funktioniert Krisenmanagement der Stadt?

 „Auch nach der Stellungnahme des Klinikums bestehen bei mir erhebliche Zweifel, ob die Stadt ausreichend auf eine Ausweitung der Schweinegrippe vorbereitet ist, erklärt der Vorsitzende der LINKEN, Gerd Schlupp.

Scheinbar hat das unverantwortliche Verhalten des Klinikarztes, für Ihn persönlich, keine gravierenden Konsequenzen. Der Vorgang sei mit dem Arzt "kritisch aufgearbeitet worden", so der leitende Arzt, Prof. Dr.Standl nebulös.

 

Welche Schlussfolgerungen werden die Bürger wohl daraus ziehen? Vermutlich diese: Man hat darüber geredet, dass wars. „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!“ Wenn das Klinikum glaubt, so Vertrauen zurückzugewinnen, hat man sich sicher getäuscht, so Schlupp. Denn dieser Arzt hat nicht nur einfach "oberflächlich" gehandelt, er hat Warnungen von Patienten bewußt ignoriert und damit zumindest potentiell zahlreiche Menschen gefährdet.

 

Wer vor diesem Hintergrund noch verständnisvoll eine "Wir machen doch alle Fehler" Ideologie vertritt, ist entweder inkompetent oder hoffnungslos naiv! Darüber hinaus, hätten die jetzt am Klinikum erfolgten Verschärfungen der Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die Bereitstellung eines abgegrenzten Raumes für Verdachtsfälle, früher erfolgen sollen. Die nun geplanten Gespräche mit anderen Solinger Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten kommen reichlich spät. Im Gegensatz zum Remscheider Sana-Klinikum, fehlt auf der Hompage des Solinger Klinikums nach wie vor jeder Hinweis auf die Schweinegrippen-Gefahr. In Remscheid gibt es,- im Gegensatz zu Solingen,- auch rund um die Uhr ein Bürgertelefon der Stadt zu diesem Thema. Gibt es für den Fall einer Verschärfung der Situation einen Pandemie-Plan für Solingen? Wann sollen die Bürger über derartige Planungen informiert werden?

Anstatt ritualisiert vor Panikmache zu warnen, muss die Stadt endlich konsequent auf umfassende und frühzeitige Information setzen!“