Kooperation ja - Bergische Großstadt nein!
Wenn die gegenwärtige Entwicklung nicht gestoppt wird, könnte eine Bergische Großstadt schneller Realität werden, als die meisten glauben, warnt der OB -Kandidat der LINKEN Gerd Schlupp.
Mit Feuerwehrleitstelle, Bergischer VHS, Veterinärämtern, Lebensmittelkontrolle, Forstämtern und Telefonauskunft, sind schon eine ganze Reihe von Fusionen vollzogen oder stehen kurz bevor. Nun steht die Zusammenlegung der Gesundheitsämter, von Rechnungsprüfung, Gebäudemanagement und Personalabrechnung der drei Großstädte Solingen, Remscheid und Wuppertal auf dem Programm.
Der Wuppertaler Bürgermeister und OB -Kandidat Lorenz Bahr, B90 /GRÜNE, wird noch deutlicher. In einer Beantwortung von Wahlprüfsteinen der IHK, plädiert Bahr u.a. für ein bergisches Sportamt, eine bergische Symphonie, einen bergischen Ordnungsdienst, für bergische Wirtschaftsförderung und Abfallentsorgung.
Bahr: Zur politischen und fachlichen Steuerung dieser gemeinsamen Angebote wäre eine Art bergischer Kreistag!!! unter Beteiligung!!! der Räte und Verbände denkbar.
Wer jetzt noch glaubt, dass die Furcht vor dem Verlust der Selbständigkeit Solingens unbegründet ist, hat offenbar den Überblick über die Dimension des Geschehens verloren, so Schlupp. Was nützt Solingen eine formale Selbständigkeit, wenn politische Entscheidungsprozesse irgendwann wie bei einer kreisangehörigen Stadt gefällt werden. Solingen ist doch kein Dorf !
Ich habe nichts gegen begrenzte Kooperationen, aber einen Weg, der die Selbstständigkeit unserer Stadt erkennbar bedroht, kann ich nicht mittragen."