"Die zunehmende Aggressions und Gewaltbereitschaft gegen Busfahrer muss gestoppt werden", so die beiden Vorsitzenden der LINKEN, Karina Ossendorff und Gerd Schlupp.
Schlupp: "Ich bin bestürzt über die erneute Gewalttat.
Es kann nicht sein, dass Busfahrer und Fahrgäste immer häufiger Belästigungen, Beleidigungen oder sogar brutaler Gewalt ausgesetzt sind. Die oft traumatischen Folgen der Gewalt können schlimmstenfalls Menschen ein Leben lang belasten!
Betriebsleitung, Aufsichtsrat der Stadtwerke und die Ratsfraktionen müssen deshalb mehr in den Faktor Sicherheit investieren.
Sicherheit darf keine Kostenfrage sein!
Alle Optionen, die die Sicherheit von Personal und Fahrgästen erhöhen, sind deshalb schnellstmöglichst zu prüfen und umzusetzen.
Darüber hinaus ist wichtig, dass die Stadtwerke endlich für eindeutige, erkennbare und durchsetzbare Verhaltensregeln für Busfahrgäste sorgen. Trotz bereits bestehender Regelungen gibt es im Alltag derzeit viele Irritationen.
Darf im Bus telefoniert werden oder nicht?
Dürfen Kleinigkeiten zum Essen oder Trinken -mit Ausnahme von Alkohol - mitgenommen werden oder nicht? Ist der immer häufiger zu beobachtende Transport von großen Gegenständen bis hin zu Fernsehgeräten störend oder nicht?
Wo sind die Grenzen der Toleranz? Um diese und andere Fragen zu klären, sollten die Fahrgäste befragt werden.
Außerdem regen wir die Einrichtung eines Fahrgastbeirates an, um die Kommunikation zwischen Kunden und SWS grundsätzlich zu verbessern."
"Bei den Reaktionen auf die brisante Situation, darf die Frage nach den Ursachen der zunehmenden Aggressions,- und Gewaltbereitschaft nicht aus dem Blick geraten", warnt Linke Vorsitzende Karina Ossendorff.
"Durch eine Politik, die immer mehr Menschen zu Verlierern macht, schon Kinder mit Armut und Ausgrenzung konfrontriert, entsteht Frust und Wut, die sich oft genug in sinnloser Gewalt ein Ventil verschafft.
Damit ist diese Gewalt nicht entschuldigt, aber wer der drohenden Verrohung der Gesellschaft entgegenwirken will, muss sich dafür einsetzen, dass die sich immer schärfer abzeichnende tiefe soziale Spaltung durch eine solidarische und gerechte Politik verhindert wird!"