Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON hat heute seine Bilanz vorgelegt und beklagt
Milliardenverluste, die angeblich durch die Stilllegung der Atomreaktoren verursacht wurden.
Katharina Schwabedissen, Landessprecherin DIE LINKE. NRW erklärt dazu:
„E.ON bilanziert eigenwillig. Die Stilllegung der Schrottreaktoren hat nicht zu realen
„Milliardenverlusten“ geführt: E.ON hat lediglich nicht mehr die Möglichkeit, durch den
Weiterbetrieb der längst ausfinanzierten Atomreaktoren Milliardengewinne einzufahren
Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON hat heute seine Bilanz vorgelegt und beklagt Milliardenverluste, die angeblich durch die Stilllegung der Atomreaktoren verursacht wurden.
Katharina Schwabedissen, Landessprecherin DIE LINKE. NRW erklärt dazu:
„E.ON bilanziert eigenwillig. Die Stilllegung der Schrottreaktoren hat nicht zu realen „Milliardenverlusten“ geführt: E.ON hat lediglich nicht mehr die Möglichkeit, durch den Weiterbetrieb der längst ausfinanzierten Atomreaktoren Milliardengewinne einzufahren.
Wesentlich entscheidender als das Bilanzergebnis ist für die Aktionäre ohnehin der nachhaltige Konzernüberschuss, der auch Grundlage für die Dividendenauszahlungen ist. Der nachhaltige Konzernüberschuss liegt bei über 2,5 Milliarden Euro, die Dividende pro Aktie bei 1 Euro. Das ist nicht schlecht angesichts angeblicher „Milliardenverluste“.
Die vorgetragene Klage über die „Milliardenverluste“ hat also wenig mit der realen wirtschaftlichen Situation des Konzerns zu tun - Spendensammlungen sind überflüssig.
E.ON nutzt die Bilanzvorlage, um den massiven Arbeitsplatzabbau im Konzern, das Festhalten an völlig überhöhten Strom- und Gaspreisen und die Klagen gegen die Brennelementesteuer zu rechtfertigen. Einmal mehr gilt: die Arbeitsplatzvernichtung dient vor allem dazu, die Dividenden der AktionärInnen zu erhöhen.
DIE LINKE. NRW fordert weiterhin die Umsetzung von Artikel 14 der Landesverfassung, in dem es heißt: Großbetriebe der Grundstoffindustrie und Unternehmen, die wegen ihrer monopolartigen Stellung besondere Bedeutung haben, sollen in Gemeineigentum überführt werden. Zusammenschlüsse, die ihre wirtschaftliche Macht missbrauchen, sind zu verbieten."