Die Schlammschlacht hat begonnen

Ersttäter in diesem Wahlkampf ist der Solinger CDU Kreisvorsitzende Fabian Kesseler. Die Partei des Herrn Kesseler, mit dem C im Namen sollte wenigstens in ihren Ausagen dieses C nicht allzu sehr beschmutzen. Herr Kesseler, lesen Sie doch mal gelegentlich die zehn Gebote. Im achten Gebot heißt es :"Du sollst nicht falsch Zeugniss reden wider deinen Nächsten."

Im Solinger Tageblatt lese ich ihre Behauptung zur Kommunalwahl :
"Dieses Mal wissen wir, dass mit der Linkspartei Extremisten antreten."

Das hat mich sehr erschrocken, denn ich bin einer, der zur Kommunalwahl für den Rat der Stadt kandidiert und ich kenne natürlich auch die anderen Kandidatinnen und Kandidaten meiner Partei " Die Linke " in Solingen. 

Also bei aller Feindesliebe, in welche ich Sie, Herr Kesseler, ausdrücklich einbeziehe, ich kann bei unseren Kandidatinnen und Kandidaten hier in Solingen nicht die Spur von Extremismus erkennen. 

Wenn Sie von Extremismus reden, meinen Sie auf "Die Linke" bezogen doch Kommunismus, Bolsche-und anderen - wismus. Das kennen wir noch aus früheren Wahlkämpfen. Wenn ihrer Partei nichts mehr einfiel, dann musste die große Keule herausgeholt werden.

"Alle Wege des Marxismus führen nach Moskau", erinnern Sie sich noch?

Und was die Vergangenheit anbetrift, da helfe ich Ihnen gern auf die Sprünge.
Angela Merkel, Ihre Parteivorsitzende, eine Pfarrestochter aus Templin im Lande Brandenburg, durfte in der DDR studieren.
Andere Pfarrerstöchter,- und söhne durften nicht. Warum wohl? Lag es daran, dass Angela Merkel wohl mehr als nur einfaches Mitglied in der "Freien Deutschen Jugend", FDJ, der Jugendorganisation der "Sozialistischen Einheitspartei" SED war? 
  
Sekretärin für Agitation und Propaganda (Abkürzung im Kommunismus: Agid-Prop) war zeitweise ihre nicht ganz unwichtige Funktion. Ich werfe das nicht Angela Merkel vor. Wer nicht selbst in der DDR gelebt hat, sollte vorsichtig sein mit seinem Urteil.
Aber was für Angela Merkel gilt, das müssen auch Andere für sich in Anspruch nehmen dürfen.  

Wer im Wahlkampf mit Schlamm um sich wirft, ist kein Extremist, er ist aber möglicherweise ein Exkremist, wenn Sie wissen, was ich meine, Herr Kesseler.

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