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Katholische Kirche in Solingen Ohligs

Nix Halbes und nix Ganzes

Zum Protest Solinger Gemeinden gegen die Vatikan-Erklärung „Responsum“.

2000 Jahre lang verfolgte die katholische Kirche Schwule und Lesben. Sie wurden ausspioniert, mit eigens entwickelten Werkzeugen zu Tode gefoltert (die „Birne des Papstes“) oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Jetzt hat die vatikanische Glaubenskongregation als Nachfolgerin der Inquisition noch einmal deutlich gemacht, wo die Kirche heute steht.

Gleichgeschlechtliche Beziehungen zu segnen ist untersagt, da diese Verbindungen „nicht dem göttlichen Willen entsprechen“: „Gott kann Sünde nicht segnen“.

Deutschen Bischöfen wie Rudolf Voderholzer (Regensburg) und Stefan Oster (Passau) haben diese Erklärung ausdrücklich gelobt. Die Ehe sei „Plan Gottes“ und „auf die

Zeugung und Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet“, das darf man nicht mit einem Segen „verunklaren“. Hierfür scheint sich die katholische Basis in Solingen zu schämen und will den „Sündigen“ mit christlicher Nächstenliebe zur Seite stehen.

Aber ach, sie sind in einer alten, reaktionären Einrichtung organisiert, und so gerät ihr Protest nur halbherzig. So hissen die Gemeinden in Ohligs vor ihren Kirche die Regenbogenfahne der Schwulenbewegung und daneben die Fahne des Vatikans.

Wie das zusammen geht? Indem man alles verwässert, Probleme beschönigt oder Symbole einfach umdefiniert. Aus der Regenbogenfahne machte die Gemeinde St. Sebastian in ihrer Osterzeitschrift „ein biblisches Zeichen für Gottes Bund mit allen Menschen“ – und schon passt ́s mit der Fahne des Vatikans zusammen.

Wir meinen: Gut gemeint und schlecht gemacht!


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