Mittagessen in Kitas: Beitragserhöhung ist unzumutbar – Die Stadt muss die Kosten über den kommunalen Haushalt auffangen

Martin Pilot

Die Linke Fraktion Solingen lehnt die geplante Erhöhung der Kita-Mittagsbeiträge von unter 50 Euro auf bis zu 78,50 Euro entschieden ab. Eine Steigerung um mehr als 50 Prozent sei für viele Familien in Solingen unzumutbar. Gute Verpflegung dürfe nicht zulasten der Eltern finanziert werden – die Stadt müsse die Mehrkosten aus dem kommunalen Haushalt tragen.

Die zuvor schon im Jugendhilfeausschuss angekündigte Erhöhung der Beiträge für das Mittagessen in städtischen Kitas von bislang unter 50 Euro auf künftig bis zu 78,50 Euro ist für viele Familien in Solingen nicht tragbar. Eine Steigerung um mehr als 50 Prozent bedeutet eine erhebliche Mehrbelastung, und das in Zeiten ohnehin steigender Lebenshaltungskosten.

Dass das Klinikum Solingen die Belieferung auch aus Kapazitätsgründen einstellt, ist nachvollziehbar. Die Lösung der Stadt darf jedoch nicht darin bestehen, die entstehenden Mehrkosten eins zu eins an die Eltern weiterzugeben. Kinderbetreuung und gesunde Verpflegung sind zentrale Bestandteile kommunaler Daseinsvorsorge. Hier ist die Stadt in der Verantwortung.

Mit dem Wechsel zu Windmann Catering und der Umstellung auf das sogenannte Cook-and-Chill-Verfahren werden Qualitätsargumente angeführt. Gute Qualität ist zweifelsohne wichtig, jedoch darf sie nicht einfach auf dem Rücken der Familien finanziert werden. Wer Qualität will, muss sie auch aus dem kommunalen Haushalt mittragen.

Wir halten die Prioritätensetzung für falsch. Statt Eltern zusätzlich zu belasten, sollte die Stadt prüfen, wie die Kosten aufgefangen werden können. Eine Erhöhung in dieser Größenordnung ist unzumutbar und sendet das falsche Signal an Familien.

Unser Ziel ist klar: Keine Mehrbelastung für Eltern. Die Stadt muss hier ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden.

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