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XI. Kultur für Alle

Kultur ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Am Umgang mit der Kultur sehen wir, wie ernst es unser Gemeinwesen mit der geistigen und schöpferischen Freiheit meint, sie ist ein Gradmesser der Zivilisation. Kultur liefert die Denkanstöße, die die bestehenden Verhältnisse hinterfragen, sie ist der wichtigste Freiraum für Gegenentwürfe in unserer Gesellschaft. Nirgendwo sonst tummeln sich so viele Menschen wie unter den Kulturschaffenden, die andere Lebensmodelle als das der kapitalistischen Leistungsgesellschaft suchen. Zugleich findet der größte Teil der Kulturarbeit unter besonders prekären Bedingungen statt, nur eine Minderheit kann gut und abgesichert davon leben. Die Standard-Erwerbsbiografie, an der sich Arbeits-, Sozial- und Rentenpolitik orientieren, trifft auf Kulturschaffende fast nie zu. Zugleich ist der Kulturbereich einer der bedrohtesten, weil seine Kosten meist zu den sogenannten „freiwilligen Leistungen“ der Kommunen gehören.

DIE LINKE. Solingen tritt ein für die Förderung kommunaler Kulturdenkmäler. Die vom Land NRW vorgenommenen Streichungen müssen rückgängig gemacht werden, um den Erhalt auch solcher Kulturdenkmäler zu gewährleisten, die nicht von weltweitem oder besonderem touristischen Interesse sind.

Kultur ist ein wichtiger Aspekt der Lebensqualität, Grundlage persönlicher Selbstentfaltung und gesellschaftlicher Verständigung. Sie allen Menschen zugänglich, erlebbar und umsetzbar zu machen bleibt unsere zentrale Forderung.

DIE LINKE. Solingen tritt ein für:

Þ  eine „Neuausrichtung“ der kommunalen Kulturpolitik hin zur einer „Kultur für Alle“, zugleich gegen eine Verflachung der Kultur in Richtung eines konsumorientierten Mainstreams.

Þ  altersgerechte, aber anspruchsvolle Angebote für Kinder- und Jugendliche und deren qualitative und quantitative Gleichstellung mit Angeboten für Erwachsene.

Þ  eine Entkoppelung von wirtschaftlichen Gesichtspunkten in der Kulturlandschaft, um allen eine Teilhabe zu ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Überschüsse aus profitablen Bereichen benutzt werden, um unprofitable zu ermöglichen. Dies gilt sowohl für Theater- und Konzertveranstaltungen, als auch Ausstellungen in Museen.

Þ  die Förderung von dezentraler Kulturarbeit im öffentlichen Raum - außerhalb der üblichen Kultureinrichtungen.

Þ  die flächendeckende Einführung eines „Kulturpasses“ für alle Menschen, die staatliche Transferleistungen einschließlich Wohngeld beziehen und der unbürokratisch ermäßigte Eintritte in öffentlichen kulturellen Einrichtungen ermöglicht.

Þ  den Erhalt aller kommunalen Kultureinrichtungen von Bibliotheken, Museen bis zu Orchestern und Theatern; zu bestimmten Zeiten sollte der Eintritt regelmäßig kostenlos sein.

Þ  Die Sicherung und den Ausbau des „Zentrums für Verfolgte Künste“ im Kunstmuseum Solingen. Mit dem Kunstmuseum ist ein Ort für das Zentrum der verfemten Künste entstanden. Der Weg war steinig und holprig für die Initiatoren. Die Zukunft muss gesichert werden, die Sammlung ausgebaut und ein attraktives Programm ermöglicht werden, das Solingen zu einem nationalen und mittelfristig internationalen Zentrum für Exilkultur macht.

Þ  den langfristigen Erhalt des soziokulturellen Zentrums Cobra, da es sich in den letzten zwanzig Jahren zu einer kulturellen Institution entwickelt hat, die aber immer wieder existenziell gefährdet war. Um langfristig den Bestand sichern zu können, soll ein Arbeitskreis die möglichen Problem aufnehmen und frühzeitig Lösungsstrategien erarbeiten. 

Þ  die kommunale Unterstützung bei der Einrichtung von Proberäumen für Musikgruppen.