Wer bist du, und warum kandidierst du für DIE LINKE in Solingen?

Ich bin Gina Geller (31), queer, links und feministisch. DIE LINKE ist für mich mein persönlicher Safe-Space geworden und hier fühle ich mich gesehen und sicher. Gerne würde ich allen Menschen in Solingen dieses Gefühl von Sicherheit geben. Ich werdet gesehen.

Was magst Du aus dieser Perspektive in und an dieser Stadt und was siehst Du besonders kritisch?

Ich bin vor 2,5 Jahren nach Solingen gezogen und komme ursprünglich aus Aachen. Solingen ist mir durch meine Mitmenschen sehr ans Herz gewachsen. Ich wollte nie hierbleiben und irgendwann wieder zurück nach Aachen. Allerdings wurde ich so herzlich empfangen, dass ich nicht mehr weg möchte.

Für welche politischen Themen in Solingen stehst Du persönlich besonders und warum?

Am Herzen liegen mir besonders die Themen Gesundheit, Inklusion und Antifaschismus. Ich merke immer wieder, dass diese Themenbereiche in unserer Stadt zu kurz kommen und ich diesen mehr Gewicht verleihen möchte. Da dies auch thematisch die Grundsätze der Partei sind.

Was ist dein wichtigstes politisches Ziel für Solingen? Warum liegt dir das besonders am Herzen?

Mein wichtigstes politisches Ziel für Solingen ist, die Lebensqualität für alle Menschen zu verbessern – besonders für diejenigen, die es schwer haben. Mir liegt das am Herzen, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie wichtig es ist, sich sicher, unterstützt und akzeptiert zu fühlen. Ich möchte, dass Solingen eine Stadt wird, in der niemand ausgeschlossen wird und alle die Chance haben, gut zu leben.

Was bedeutet soziale Gerechtigkeit für dich – ganz konkret hier in Solingen?

Soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich Chancengleichheit für alle Menschen – egal welche Herkunft, welches Geschlecht, Einkommen oder körperliche Voraussetzungen. Konkret würde das bedeuten: Bezahlbarer Wohnraum in allen Stadtbezirken, Betreuung für alle Kinder.

Welche Probleme in Solingen werden deiner Meinung nach übersehen – und wie willst du sie angehen?

Wer psychisch leidet, fühlt sich oft allein – und in Solingen wird diese Not noch viel zu oft übersehen. Ich weiß, wie schwer es ist, Hilfe zu finden, wenn man sie am dringendsten braucht. Monatelange Wartezeiten auf Therapieplätze können lebensgefährlich sein. Deshalb will ich dafür kämpfen, dass mentale Gesundheit endlich ernst genommen wird – mit mehr Anlaufstellen, mehr Sichtbarkeit und echter Unterstützung für Betroffene.

Wenn du nur eine Veränderung in Solingen sofort umsetzen könntest – welche wäre das?

Ich würde sofort eine Anlaufstelle für Menschen in seelischer Not schaffen – offen für alle, schnell erreichbar und ohne lange Wartezeiten. Niemand in Solingen sollte mit psychischen Problemen allein bleiben.

Was unterscheidet Die Linke Solingen von anderen Parteien im Stadtrat und seinen Gremien, vor allem in Zukunft?

Die Linke Solingen ist die einzige Partei im Stadtrat, die konsequent für soziale Gerechtigkeit kämpft. Wir stellen die Bedürfnisse der Menschen vor Profit und sagen klar Nein zu Kürzungen, Ausgrenzung und teuren Prestigeprojekten. Auch in Zukunft bleiben wir solidarisch, unbequem und verlässlich.

Wie stellst du dir eine solidarische und klimagerechte Stadt konkret vor?

Für mich ist eine solidarische und klimagerechte Stadt eine, in der Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen. Das bedeutet bezahlbaren, klimafreundlichen Wohnraum, gute Bus- und Radwege statt Auto-Abhängigkeit und grüne Orte, die für alle zugänglich sind.

Wie wichtig ist für Dich der Kontakt zu den Menschen in deinem Stadtteil?

Der Kontakt zu den Menschen in meinem Stadtteil ist mir besonders wichtig, weil echte Begegnungen Vertrauen schaffen. Nur so können wir gemeinsam Lösungen finden und unsere Nachbarschaft lebendig und solidarisch gestalten.

Was würdest du Menschen sagen, die denken, Politik ändere sowieso nichts?

Ich kann gut verstehen, dass man manchmal das Gefühl hat, Politik ändert nichts. Aber genau deshalb ist es so wichtig, dass wir uns einbringen und unsere Stimmen hören lassen. Gemeinsam können wir Schritt für Schritt echte Veränderungen bewirken – auch hier in Solingen.