Zum Hauptinhalt springen

Wer bist du, und warum kandidierst du für DIE LINKE in Solingen?

Ich bin Hanna Bender, 27 Jahre alt, queer, neurodivergent und natürlich links. Für DIE LINKE kandidiere ich, weil ich besonders Minderheiten eine Stimme geben möchte und alle die Diskriminierung erfahren stärken und unterstützen möchte. Jeder Mensch hat das Recht auf ein barrierefreies, diskriminierungsfreies und erfülltes Leben. Zudem ist es mir wichtig ein klare Kante gegen rechts zu ziehen, gegen den Faschismus – Nie wieder ist jetzt!

Was magst Du aus dieser Perspektive in und an dieser Stadt und was siehst Du besonders kritisch?

Ich bin vor ein paar Jahren von Leverkusen nach Solingen gezogen und am Anfang konnte ich keine wirklich Bindung zu Solingen aufbauen, aber durch meinen Eintritt bei der Linken, hab ich endlich das Gefühl hier angekommen zu sein. Außerdem habe ich gelernt, wie eng vernetzt Solingen doch auch ist.

Für welche politischen Themen in Solingen stehst Du persönlich besonders und warum?

Mir liegen besonders die Themen queere und Frauenrechte, sowie Inklusion und Bildung am Herzen. Durch meinen Beruf und persönlichen Erfahrungen als queere, neurodivergente Person bekomme ich tagtäglich mit vor welchen Herausforderungen wir stehen und wie weit wir von wirklicher Inklusion noch weg sind. Es fehlen Arbeitsplätze, Kitaplätze, Gelder und Anlaufstellen sowohl für Menschen mit Behinderungen als auch für queere Personen.

Was ist dein wichtigstes politisches Ziel für Solingen? Warum liegt dir das besonders am Herzen?

Das wichtigste politische Ziel in Solingen für mich ist es Chancengleichheit für jede Person zu schaffen. Es gibt leider viel zu viele Menschen und Demografien die unter das Radar fallen, weil sie nicht genügend Unterstützung bekommen. Besonders queere Menschen und Frauen brauchen mehr geschützte Räume und für Kinder muss es in Kitas und Schulen mehr Förderung geben.

Was bedeutet soziale Gerechtigkeit für dich – ganz konkret hier in Solingen?

Soziale Gerechtigkeit für mich bedeutet, dass jeder Mensch Anspruch auf bezahlbares Wohnen, Essen und Transport hat. Menschen mit Behinderungen müssen mehr Unterstützung bekommen. Wir brauchen günstigen sozialen Wohnungsbau, der barrierefrei ist. Zudem ist es wichtig einen ausgebauten, kostenloser ÖPNV zu haben, dass jeder problemlos seine Uni, Arzttermine, Termine im Rathaus und weiteres erreichen kann.

Welche Probleme in Solingen werden deiner Meinung nach übersehen – und wie willst du sie angehen?

Meiner Meinung nach wird in Solingen besonders das Thema Geschlechtergerechtigkeit übersehen. Daher benötigen wir sichere Räume für queer Personen und Frauen, sowie weitere Frauenhäuser. Um, insbesondere Mütter zu entlasten, fordern wir als Linke gebührenfreie Kitaplätze, mit angepassten Öffnungszeiten an die Lebens- und Arbeitsrealitäten der Eltern.

Wenn du nur eine Veränderung in Solingen sofort umsetzen könntest – welche wäre das?

Ich würde sofort sichere Räume und Angebote für queere Personen und Frauen schaffen. Es gibt in Solingen zu wenige Frauenhäuser, dies muss ausgeweitet werden. Auch für queere Menschen gibt es aktuell keine Anlaufstellen, sei es nur um sich mit Gleichgesinnten zu treffen und/oder Unterstützung bei ihrer Findungsphase zu erfahren.

Was unterscheidet Die Linke Solingen von anderen Parteien im Stadtrat und seinen Gremien, vor allem in Zukunft?

Die Linke ist unter anderem auch als Arbeiterpartei bekannt, und in Solingen könnte das nicht mehr zutreffen. Unsere Top-Kandidat*innen für den Stadtrat zeichnen die verschiedenen Ecken von Arbeiter*innen ab, von Versicherungsmaklerin über Gerüstbauer und Schneiderin zu Sozial Arbeitern, und erleben dadurch persönlich wo der Schuh drückt. Wir stehen für die „kleinen“ Leute ein und möchten denen ein Sprachrohr geben, welche sonst einfach abgetan werden um das Interesse der Reichen und Etablierten zu vertreten.

Wie stellst du dir eine solidarische und klimagerechte Stadt konkret vor?

Eine solidarische und klimagerechte Stadt muss einen ausgeprägten, barrierefreien und kostenlosen ÖPNV haben und Radwege erweitern und priotisieren, um der Auto- Abhängigkeit entgegenzuwirken. Genauso müssen Grünflächen ausgebaut und gefördert werden, die Stadt darf nicht nur aus Beton bestehen.

Wie wichtig ist für Dich der Kontakt zu den Menschen in deinem Stadtteil?

Der Kontakt zu den Menschen aus meinem Stadtteil ist mir sehr wichtig. Nur so erfährt man, wo es Probleme gibt und was die Menschen bedrückt, und dann im besten Fall gemeinsam Lösungen findet.

Was würdest du Menschen sagen, die denken, Politik ändere sowieso nichts?

Ich habe sehr viel Verständnis für diesen Gedanken, da die meisten Politiker gefühlt nur an ihr eigenes Wohlergehen denken und das Volk kaum beachten. Allerdings ist es darum umso wichtiger sich einzubringen und Veränderungen voranzubringen, die nicht nur der Burgeoise dienen, sondern auch uns Arbeitern.

Zurück zum Kopf der Seite