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Wer bist du, und warum kandidierst du für DIE LINKE in Solingen?

Ich bin Paul (he/him), bin 27 Jahre alt, bin in Solingen geboren und sehe meine Aufgabe darin für mehr soziale Gerechtigkeit in unserer Stadt zu kämpfen. Es fehlen jede Menge bezahlbare Wohnungen in Solingen,  das möchte mehr in den Fokus nehmen. 

Was magst Du aus dieser Perspektive in und an dieser Stadt und was siehst Du besonders kritisch?

Ich bin hier in Solingen in der Lukas-Klinik geboren, die wegen „Unwirtschaftlichkeit“ vom Träger geschlossen wurde. Damit ist eine nahe Gesundheitsversorgung für viele Menschen im Westen Solingens weggefallen.
 Ich glaube, ich mag besonders, dass man von zuhause aus, auch von der Innenstadt, relativ schnell in der Natur ist.

Besonders kritisch, denke ich, ist, dass nichts dafür getan wird, dass die Mieten in unserer Stadt für die Menschen erschwinglich bleiben. Es kann nicht sein, dass ich in Ohligs mittlerweile die gleichen Quadratmeter Preise wie in Düsseldorf Eller habe. 

Für welche politischen Themen in Solingen stehst Du persönlich besonders und warum?

Mein besonderer politischer Fokus gilt dem Antifaschismus und künftig auch mehr dem Thema Wohnen und damit verbunden den Energiekosten. Ich merke immer wieder, wie dieses Thema in allen Städten zu kurz kommt, auch in Solingen. Wir müssen endlich bauen mit Konzepten und Antworten für Menschen, die in der Armutsstatistik nicht auftauchen, obwohl sie aufgrund viel zu hoher Mieten und Gentrifizierung direkt davon betroffen sind. 

Was ist dein wichtigstes politisches Ziel für Solingen? Warum liegt dir das besonders am Herzen?

Wie bereits erwähnt, ist mir durch persönliche Schicksale in meinem Umfeld und Bekanntenkreis das Thema Wohnen mit der Zeit immer wichtiger und, wie ich finde, für unsere Stadt immer dringlicher geworden. 

Was bedeutet soziale Gerechtigkeit für dich – ganz konkret hier in Solingen?

Ich erlebe, jeden Tag wie die Armut mir und den Menschen hier Sorge um die Zukunft macht. Das bedeutet konkret: wir müssen endlich mit kommunalem Wohnungsbau beginnen, den sozialen Wohnungsbau verstärken und verhindern, dass immer mehr Mietwohnungen zweckentfremdet bei AirBnB und anderen Plattformen vermietet werden.

Welche Probleme in Solingen werden deiner Meinung nach übersehen – und wie willst du sie angehen?

Bezahlbare Wohnungen. Es wird seit Jahren geredet, auf den Markt vetraut, aber nicht nenenswert gebaut . Aber auch bei den Energiekosten müssen wir schauen. Wir sind für konsequenten Klimaschutz, der muss aber auch sozial gerecht sein. Es geht nicht, dass die einen sich locker Wärmepumne, Photovoltaik und E-Autos erlauben könne und die anderen Angst vor jeder Heizkostenabrechnung habe. Die Kommunale Wärmeplanung muss auch gerecht sein.
 

Wenn du nur eine Veränderung in Solingen sofort umsetzen könntest – welche wäre das?

Ich würde die Kommunale Wohnungsgesellschaft gründen, damit gebaut werden kann. Und die großen Immobilienfirmen wie die LEG vergesellschaften.

Was unterscheidet Die Linke Solingen von anderen Parteien im Stadtrat und seinen Gremien, vor allem in Zukunft?

Ich glaube, dass es in Zukunft wichtig ist, weiter zu betonen und zu beweisen, dass wir als "Linke" wichtige soziale Themen, Abrüstung, Antifaschismus und Klimaschutz thematisch abdecken, jedoch die einzige Partei sind, die klare, erwiesene Konzepte und Ideen für die Umsetzung hat. Liebe Grüne, wir wollen auch eine klimagerechte Stadt. Uns ist es dabei nur wichtiger, dass dabei niemand sozial absteigt. 

Wie stellst du dir eine solidarische und klimagerechte Stadt konkret vor?

Weniger Versiegelung von Grünflächen, Mehr Investitionen in den lokalen Katastrophenschutz (Hochwasserschutz in Burg) und mehr Entlastungen für sozial schwächere Bürger:innen. 

Wie wichtig ist für Dich der Kontakt zu den Menschen in deinem Stadtteil?

Ich glaube das wechselt, mal so mal so, da ich in Dorp lebe, einem Teil der Stadt der kaum bunter, durchmischter und fassettenreicher sein könnte. Ich helfe aber meinen Senioren-Nachbarn im Haus oft mit dem Müll, beim Einkauf oder einfach mal nebenbei mit sozialem Austausch. 

Was würdest du Menschen sagen, die denken, Politik ändere sowieso nichts?

Ja Freunde, hier fängts an. Politische Entscheidungen im kommunalen Zusammenhang haben die direkteste "Wirkung" auf die Menschen im Stadtteil.

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