Wer bist du, und warum kandidierst du für DIE LINKE in Solingen?
In den vergangenen Jahren sind nicht nur die Preise in die Höhe geschossen, auch der Hass in unserer Gesellschaft nimmt ein immer erschreckenderes Maß an. Besonders durch meine Arbeit mit Jugendlichen, sehe ich mich in der Verantwortung, für eine Stadt zu kämpfen, die sich in Zukunft für eine echte soziale Gerechtigkeit einsetzt und entschlossen gegen Hass und Hetze einsteht.
Was magst Du aus dieser Perspektive in und an dieser Stadt und was siehst Du besonders kritisch?
Als gebürtiger Solinger schätze ich vor Allem die vielen Wald- und Grünflächen in unserer Stadt. Umso mehr müssen auch die dicht-besiedelten Bereiche Solingens wieder zu einem Sozialraum werden, in dem man gerne seine Zeit verbringt. Durch flächendeckenden Leerstand und unnötigem Autoverkehr werden wir das nicht erreichen.
Für welche politischen Themen in Solingen stehst Du persönlich besonders und warum?
Ich möchte in einer Stadt leben, die lebenswert für alle Bürger:innen ist. Wir müssen weg vom Gentrifizierungswahn und steigenden Mieten und hin zu mehr bezahlbarem Wohnraum und einem guten, kostenlosen ÖPNV.
Was ist dein wichtigstes politisches Ziel für Solingen? Warum liegt dir das besonders am Herzen?
Warum liegt dir das besonders am Herzen? Solingen muss eine Stadt werden, in der junge Menschen gerne leben möchten. Dafür braucht es kulturelle Angebote, eine lebenswerte Innenstadt und allgemeine Wertschätzung. Wir können mehr sein, als der Speckgürtel von Düsseldorf und Wuppertal.
Was bedeutet soziale Gerechtigkeit für dich – ganz konkret hier in Solingen?
Soziale Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass alle Solinger:innen Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, guter Bildung, sicheren Jobs und einer intakten Infrastruktur - samt kostenlosem ÖPNV - haben. Es geht darum, echte Chancengerechtigkeit vor Ort zu schaffen und niemanden zurückzulassen.
Welche Probleme in Solingen werden deiner Meinung nach übersehen – und wie willst du sie angehen?
Vermehrt wird versucht, kulturelle Angebote in Solingen auszubauen. Leider wird hierbei die Zielgruppe der Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Geringverdienenden zumeist nicht beachtet. Kultur muss für jeden zugänglich gemacht und kostengünstig gestaltet sein.
Wenn du nur eine Veränderung in Solingen sofort umsetzen könntest – welche wäre das?
Kostenloser ÖPNV für alle!
Was unterscheidet Die Linke Solingen von anderen Parteien im Stadtrat und seinen Gremien, vor allem in Zukunft?
Die Linke setzt sich für eine echte soziale Gerechtigkeit und eine faire, wertschätzende Politik für die Bürger*innen unserer Klingenstadt ein. Wir haben kein Interesse an müden Kompromissen und leeren Versprechungen, sondern setzen uns für die konkreten Belange der Menschen ein.
Wie stellst du dir eine solidarische und klimagerechte Stadt konkret vor?
Um eine klimagerechtere Stadt zu werden, müssen wir eine Mobilitätswende um 180 Grad schaffen, ohne den Menschen die soziale Teilhabe zu erschweren. Wir brauchen ein kostenloses und breit ausgebautes Busnetz, was einen auch nachts nach Hause bringt, sowie autofreie Zonen - beispielsweise in der Innenstadt.
Wie wichtig ist für Dich der Kontakt zu den Menschen in deinem Stadtteil?
Gute Politik lebt vom gemeinsamen Austausch. Daher lege ich viel Wert auf den Dialog mit den Menschen in meiner Nachbarschaft. Nur, wenn wir die Bedürfnisse und Probleme der Bürger*innen kennen und ernst nehmen, können wir diese auch im Stadtrat vertreten.
Was würdest du Menschen sagen, die denken, Politik ändere sowieso nichts?
„Meine Stimme ändert doch eh nichts“, ist ein Satz, den wir alle schon einmal gehört haben und für den ich - mit Blick auf die vergangenen Bundesregierungen - auch viel Verständnis habe. Umso wichtiger ist es, linke Themen auf kommunaler Ebene anzugehen, da eine Großzahl der sozialen Herausforderungen vor Ort auftreten und dort bearbeitet werden sollten.
